Atom – und Molektilmasse

Die absoluten Atommassen A der chemischen Elemente liegen in der GroBenordnung zwischen 10~27…10~25 kg, also bei aulierordentlich niedrigen Werten. Da fur stochiometri – sche Berechnungen ohnehin nicht die Masse eines einzelnen Atoms, sondem stets das Ver – haltnis zwischen den Massen der verschiedenen Atome von Interesse ist, werden relative Atommassen benutzt. Mit der Festlegung der Atommasse eines bestimmten Elements als Bezugspunkt, ergeben sich die Massen aller anderen Atome als ein Vielfaches dieser Be- zugsmasse.

Die relative Atommasse Ar (frUher Atomgewicht) ist die auf ein Standardatom bezogene Atommasse. Sie ist eine relative Zahl ohne Einheit. Als Standardatom wurde 1961 das Kohlenstoffisotop 126C mit der relativen Atommasse 12 festgelegt.

Die relative Atommasse eines Elements gibt an, wie viel mal so schwer ein Atom des betreffenden Elements im Vergleich zu einem Zwolftel der Masse

des Kohlenstoffisotops 6C ist.

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Die atomare Masseneinheit и ist als ein Zwolftel der absoluten Masse eines Atoms 6C

definiert (и = 1,660 5655 • 10"27 kg). Die in Кар. 2.1.1 angegebenen Massen fur Protonen und Neutronen beziehen sich auf diese Masseneinheit. Unter Benutzung der atomaren Masseneinheit и ergibt sich fur Ar:

image5(1-5)

Die entsprechenden molekularen Begriffe sind analog definiert. Die relative Molekiil – masse erhalt man durch Addition der relativen Atommassen aller am Aufbau des Molekuls beteiligten Atome: Mr = ]?Ar.

Aufgabe: Berechnung der relativen Molektilmasse Mr der Schwefelsaure H2 S04

s =

1 x 32,1 =

32,1

2 H =

2×1 =

2

40 =

4 x 16 =

64

Mr (H2S04) =

98,1

Fur stochiometrische Berechnungen werden im Allgemeinen auf eine Dezimalstelle gerun – dete Ar – Werte benutzt.