Bitumen und bitumenhaltige Bindemittel

Bitumen (lat. pix tumens ausschwitzendes Pech) ist nach DIN EN 12591 ein „nahezu nicht fltissiges, klebriges und abdichtendes, erdolstammiges Produkt, das auch im Naturasphalt vorkommt und das in Toluol vollstandig oder nahezu vollstandig loslich ist. Bei Umge – bungstemperatur ist es hochviskos oder nahezu fest.“

Bitumen kommt in der Natur als Bestandteil von Asphalten und Asphaltgesteinen vor. Zu den bekanntesten Beispielen gehort der auf der Insel Trinidad gelegene Asphaltsee, dessen Bitumengehalt etwa 40% betragt. Die Asphaltgesteine (z. B. Asphalt-Kalksteine) sind in langen geologischen Zeitraumen durch Verdunsten der leichter siedenden Anteile des Erd – ols entstanden.

Das fur die Bitumengewinnung geeignete Rohol wird in einer ersten Stufe nach Erwarmen unter Atmospharendruck destilliert, wobei Benzin und die sogenannten Mitteldestillate (Petroleum, Gasole) verdampfen und kondensieren. Unterzieht man in einer zweiten Stufe den Rtickstand einer Vakuumdestillation, werden weitere Bestandteile abgetrennt (Schmierole). Zurtick bleibt ein hochsiedender braunschwarzer Rtickstand, das Bitumen. Sein Hartegrad ist in gewissen Grenzen steuerbar, indem mehr oder weniger Destillatanteile,,abgezogen“ werden.