Chemische Bindung

Chemische Stoffe weisen teilweise sehr unterschiedliche Eigenschaften auf. Betrachtet man beispielsweise solche wichtigen Stoffeigenschaften wie die Loslichkeit oder die elek – trische und thermische Leitfahigkeit, so existieren in der Regel signifikante Unterschiede zwischen den Salzen und Oxiden einerseits und den organischen Verbindungen bzw. den Nichtmetallen andererseits. Wahrend organische und nichtmetallische Stoffe haufig wenig wasserloslich sind und den Strom schlecht oder gar nicht leiten, losen sich Salze gut in Wasser und ihre wassrigen Losungen leiten den elektrischen Strom. Metalle zeichnen sich dagegen durch eine ausgesprochen hohe elektrische und thermische Leitfahigkeit und durch Glanz aus. Ursache fur dieses unterschiedliche Verhalten ist die Art und Weise, mit der die Atome untereinander verkniipft sind. Erst die entstehenden Aggregate aus Atomen, Molekiilen oder Ionen besitzen die fur die jeweilige Stoffklasse charakteristischen physi – kalisch-chemischen Eigenschaften wie salzartig, nichtleitend oder leitend und metallisch. Welche der verschiedenen Stoffeigenschaften vorliegen, ergibt sich aus den spezifischen Wechselwirkungen zwischen den Atomen oder Molekiilen. Je nach der Natur der vorlie – genden Wechselwirkung unterscheidet man drei Grenztypen der chemischen Bindung:

• Ionenbindung

• Atombindung (kovalente Bindung)

• Metallische Bindung.