Duroplaste (Duromere)

Duroplaste (lat. duros hart, griech. plastikos formbar) bestehen aus Makromolekulen, die durch kovalente Bindungen fest zu einem engmaschigen Raumnetzwerk verkniipft sind. Sie liegen bei Raumtemperatur als harte, sprode Polymerwerkstoffe vor, die ihre starre Form und ihre mechanische Festigkeit bis zur Zersetzungstemperatur Tz beibehalten. Duroplaste sind plastisch nicht verformbar. Oberhalb von Tz geht die Festigkeit durch den Bruch der kovalenten Bindungen innerhalb und zwischen den Makromolekulen verloren. Intermole» kulare Wechselwirkungen spielen eine untergeordnete Rolle.

Allerdings ftihrt auch Temperaturerhohung unterhalb von Tz zu einer gewissen Erweichung der Duroplaste. Der Umfang der Erweichung hangt unter anderem von der Vemetzungs – dichte der Makromolekule und vom – wenn auch geringen – Anteil an intermolekularen Wechselwirkungskraften ab.

Duroplaste sind in organischen Losungsmitteln praktisch unloslich, kaum quellbar und besitzen eine hohe thermische und chemische Widerstandsfahigkeit.