Fester Zustand

Als Festkorper bezeichnet man ganz allgemein Stoffe im festen Aggregatzustand (Fest – stoffe), die durch ein definiertes Volumen und eine definierte Form charakterisiert sind. Einer Formanderung setzen sie einen hohen Widerstand entgegen. Die den Festkorper auf – bauenden Molekule, Atome oder Ionen sind durch starke Wechselwirkungskrafte (Kova – lenz, Ionenbindung, Metallbindung oder zwischenmolekulare Bindungen) miteinander verkniipft. Hinsichtlich der raumlichen Anordnung der den Festkorper aufbauenden Teil – chen unterscheidet man kristalline und amorphe Festkorper.

Kristalline Festkorper (Kristalle) weisen einen hohen Ordnungsgrad auf. Ihre Atome, Ionen oder Molekule sind regelmaBig im Raum angeordnet. Der Bereich kristalliner Sub – stanzen ist sehr breit gefachert. Er umfasst metallische Elemente (z. B. Fe, Cu), Legierun- gen (z. B. Messing) und nichtmetallische feste Elemente wie Kohlenstoff, Schwefel, Phos­phor und Iod. Er umfasst aber ebenso die Ionenverbindungen (Salze: NaCl, СаСОз; Oxide: CaO, ZnO) und Festkorper, deren Gitterbausteine aus Moleklilen bestehen (z. B. Zucker). Charakteristisches Merkmal kristalliner Festkorper sind glatte, wohldefinierte Oberflachen
(Kristallflachen), die mit der Oberflache des benachbarten Kristalls genau definierte Win – kel bilden. Feste Stoffe, die nicht in einer solchen geordneten Struktur vorliegen, bezeich – net man als amorphe Festkorper. Hier liegen die Atome, Ionen oder Molekule in einer unregelmaBigen Anordnung vor. Beispiele ftir amorphe Stoffe: Glas und Gummi.