Schadwirkungen und Maftnahmen zu ihrer Verhinderung

Aufgrund seines saurebildenden Verhaltens bewirkt Schwefeldioxid Reizungen und Scha- digungen der Schleimhaute (Augenbrennen, starker Reizhusten). Besonders empfindlich reagieren Kinder, Personen mit chronischer Bronchitis und Asthmatiker auf eine Schwe – feldioxidbelastung. Da S02 oftmals mit anderen gesundheitsschadigenden Faktoren kombi – niert auftritt, sind klare Aussagen zu seiner Schadwirkung auf den Menschen schwierig. Erwiesen ist, dass hohe Schwebstaubkonzentrationen in der Luft die Toxizitat von S02 signifikant steigem und damit das Risiko von Bronchitiserkrankungen erhohen konnen (s.

London-Smog). Bekannt ist auch, dass die Kombination N0x/S02 – beide Schadgase treten haufig gemeinsam auf – zu einer Steigerung der Atemwegserkrankungen fiihrt.

Pflanzen reagieren weitaus empfindlicher auf S02 als der Mensch. Das von der Pflanze vor allem liber die Blatter aufgenommene S02 greift als schweflige Saure in den biochemi – schen Funktionsmechanismus der Zelle ein. Veranderungen der Feinstruktur der Zelle, Gewebeveranderungen sowie eine Blockierung des SchlieBmechanismus der Spaltoffnun – gen von Blattem und Nadeln fiihren zu Storungen von Transpirations – und Stoffwechsel – vorgangen sowie der Photosynthese. Schadigungen der Blatter und Nadeln bis hin zum Absterben sind die Folge.