Schwefeldioxid (S02)

5.5.1.1 Physikalisch-chemische Eigenschaften

Schwefeldioxid S02 gelangt iiberwiegend durch die Verbrennung schwefelhaltiger fossiler Brennstoffe (Kohle, Erdol), aber auch durch industrielle Prozesse wie die Eisen – und Stahl – erzeugung, die Schwefelsaureproduktion und die Erdolaufarbeitung in groBeren Mengen in die Atmosphare. Dazu kommen die aus natiirlichen Quellen (Oxidation organischer schwe­felhaltiger Verbindungen aus Ozeanen und Sumpfen, Vulkanismus) stammenden S02- Emissionen.

Schwefeldioxid ist ein stechend riechendes, farbloses, giftiges Gas. Es entsteht als unmit – telbares Verbrennungsprodukt des Schwefels, ist selbst jedoch nicht brennbar. Sein MAK- Wert liegt bei 5 mg/m3 (2 ppm). Die Dichte des S02 betragt p = 2,927 g/1. S02 ist damit ca. 2,3 mal schwerer als Luft. Bei 20°C und 1,013 bar losen sich 39,4 1 S02 pro Liter Wasser. Damit ist seine Wasserloslichkeit etwa 45 mal hoher als die des C02.

Das S02-Molekul besitzt eine gewinkelte Struktur (Bindungswinkel 119,5°) mit zwei S-O – Bindungen gleicher Bindungslange. Der relativ kurze S-O-Bindungsabstand (143 pm) weist auf das Vorliegen von zwei Doppelbindungen hin. Damit ergibt sich die folgende Lewis – Struktur fur S02:

Подпись: OIЮ