Trinkwasser

Trinkwasser ist Wasser, das fur den menschlichen Bedarf bzw. die Zubereitung der Nah – rung geeignet ist. Es ist fur uns das wichtigste, unersetzliche Lebensmittel. Trinkwasser muss keimarm, appetitlich, farblos, kuhl (6…10°C), geruchlos, geschmacklich einwandfrei sein und darf nur einen geringen Gehalt an gelosten Stoffen besitzen (DIN 2000). Da die fur die Trinkwassergewinnung zum Einsatz kommenden Wasser (Grund-, Quell – bzw. Oberflachenwasser) auf naturliche Weise oder durch anthropogene Aktivitaten bedingt eine Vielzahl geloster chemischer Stoffe bzw. Mikroorganismen enthalten konnen, mussen bestimmte Giiteeigenschaften erfullt sein. Sie sind in der Trinkwasserverordnung [UC 6] niedergelegt und gelten selbstverstandlich auch fur Betriebswasser der Lebensmittelindu – strie.

Tabelle 6.7 Grenzwerte for chemische Stoffe; Auszug aus der Verordnung Qber Trinkwas­ser und Qber Wasser fQr Lebensmittelbetriebe (Trinkwasserverordnung vom 22. Mai 1986, Novellierung vom 21. Mai 2001 [UC 6])

Stoffe

Grenzwert

(mg/1)

Stoffe

Grenzwert

(mg/1)

Arsen

0,01

Polycylische aromatische

0,0001

Blei

0,01

Kohlenwasserstoffe

(insgesamt)

Cadmium

0,005

Chrom

0,05

Trihalogenmethane:

0,05

Cyanid

0,05

Trichlormethan, Bromdichlor-

(insgesamt)

Fluorid

1,5

methan, Dibromchlormethan

Nickel

0,02

und Tribrommethan

Nitrat

50

Nitrit

0,5

Pflanzenschutzmittel (PSM)

0,0001 (einzelne

Quecksilber

0,001

und Biozidprodukte

(Substanz)

Kupfer

2

0,0005 (insges.)

Die festgeschriebenen Grenzwerte fur Metalle und Anionen, fur polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), organische Chlorverbindungen, chemische Stoffe zum Pflan – zenschutz und zur Schadlingsbekampfung einschlieBlich ihrer Abbauprodukte diirfen nicht uberschritten werden (Tab. 6.7). Die Einhaltung der Grenzwerte fur Eisen (0,5 mg/1) und Mangan (0,12 mg/1) erweist sich im Hinblick auf die Vermeidung von Verstopfungen in Trinkwasserrohrleitungen als auBerst sinnvoll.

GroBe praktische Bedeutung bei der Untersuchung des Trinkwassers hat der Nachweis von Escherichia coli (Coli-Bakterien). Denn bei einem Vorkommen tiber einer niedrig ange – setzten Schwellenkonzentration ("keine E. coli-Zelle in 100 ml Trinkwasser") wird eine Verunreinigung des Wassers mit Fakalien angenommen, die dann auch die Gefahr einer Kontamination mit pathogenen Bakterien mit sich bringen wiirde. Trinkwasser werden deshalb regelmaBig auf die Anwesenheit von E. coli (und coliformen Bakterien) als Indi- kator untersucht. Die sicherste Methode der Keimtotung ist neben der ebenfalls wirksamen, aber teureren Ozonierung immer noch die Chlorierung des Wassers.