Vom Deutschen Institut fur Bautechnik zugelassene Zusatzmittel

Korrosionsinhibitoren auf Nitritbasis (Calciumnitrit Ca(N02)2) sollen die Passivschicht des Bewehrungsstahls erhalten bzw. verstarken, um den Stahl besser vor Korrosion zu schiitzen. Nitrite (N02~) konnen sowohl Oxidations – als auch Reduktionsmittel sein. Hier wirkt N02” oxidierend. Es oxidiert die Fe2+- zu Fe3+-Ionen, wobei N02~ zu NO reduziert wird (Fe2+ ist demnach ein starkeres Reduktionsmittel als das Nitrition!):

2 Fe2+ + 2 OH" + 2 N02" -> 2 NO + Fe203 + H20

Dabei bildet sich Fe203 als wesentlicher Bestandteil der Passivschicht (s. Кар. 9.4.2.3.2). Der korrosionsauslosende (kritische) Chloridgehalt wird durch die Zugabe Ca(N02)2 als Korrosionsihibitor deutlich erhoht (> 50%). Ein Teil des Nitrits wird zu Nitrat oxidiert, was bei niedrig legierten Stahlen zur Spannungsrisskorrosion ffihren kann. Bei den in dieser Anwendung erlaubten, hochsten Nitrit-Dosiermengen sind jedoch keine kritischen Nitrat- konzentrationen im Hinblick auf eine Spannungsrisskorrosion zu erwarten. Schwindreduzierer (<engl. Shrinkage Reducing Admixtures, SRA) werden dem Frischbe – ton zugeffigt, um das Schwinden des Betons (Кар. 9.3.3.5) zu verringem. Das Funktions – prinzip der meisten heute verwendeten Schwindreduzierer besteht in der Verringerung der Oberflachenspannung des Wassers – und zwar sowohl des Zugabewassers als auch der Po – renlosung. Auf diese Weise trocknet der Beton gleichmaBiger und vor allem langsamer aus. Eingesetzt werden wiederum tensidische Verbindungen, vor allem langkettige Alkohole und Glycolether.