Weich-PVC (PVC-P)

Die Eigenschaften von PVC-P hangen von der Art und der Menge des zugesetzten Weich – machers ab. Der Weichmacheranteil liegt zwischen 20…40%. Als Weichmacher kommen vor allem Phthalsaureester (Abb. 10.3) zum Einsatz. In Abhangigkeit vom Weichmacher­anteil fallen Produkte von weichgummi – bis lederahnlicher Beschaffenheit an. Infolge der tiefen Einfriertemperaturen (< -5°C) liegen die weichgemachten PVC-Sorten bei normalen Gebrauchstemperaturen im weichelastischen Zustand vor.

Eine Urformung durch Extrudieren, GieBen, Tauchen, Streichen, Kalandrieren, Schaumen und Hohlkorperblasen ist oberhalb 150°C moglich. PVC-P lasst sich sehr gut schweiBen. Bei einem Weichmacheranteil von 30…40% Dioctylphthalat (DOP) betragt die Dichte des PVC-P etwa 1,3 g/cm3. Die chemische Bestandigkeit des Weich-PVC ist naturgemaB ge – ringer als die des Hart-PVC. Es ist starker quellbar und leichter in organischen Losungs – mitteln loslich. Verlust des Weichmachers durch Verfluchtigung, Herauslosen oder mikro- biellen Verzehr der WeichmachermolekUle (z. B. bei bekiesten PVC-Flachdachem mit un – zureichendem Gefalle und Pfutzenbildung) fuhrt zur Versprodung des Polyvinylchlorids. PVC ist schwer entflammbar. Es brennt in der Flamme gelb ruBend, wobei der untere Flammenteil bei Anwesenheit von Cu grim gesaumt ist (Beilstein-Probe). AuBerhalb der Flamme erlischt das PVC wieder.

Verwendung: Folien, Planen, Dichtungs- und Dachbelagbahnen, FuBbodenbelage, Weich – schaumstoff, Schlauche, Draht – und Kabelisolation u. a.